Die meisten Besucher deiner Website geben dir nie ihre E-Mail-Adresse, und viele folgen dir auch nicht in den sozialen Netzwerken. Sobald sie den Tab schließen, kannst du ihnen weder ein neues Produkt noch eine Aktion oder einen Artikel mitteilen. Web-Push-Benachrichtigungen schließen diese Lücke: Ein Besucher klickt einmal auf „Zulassen“, und ab dann kannst du ihm eine kurze Nachricht direkt auf den Bildschirm schicken, ohne App und ohne E-Mail. Diese Lektion zeigt dir, wie du das in AI SMM einrichtest, von der ersten Datei auf deinem Server bis zur ersten Kampagne.
- Für Web-Push brauchst du zwei Dateien auf deiner Website: sw.js im Stammverzeichnis und einen Einbettungscode im Seitenkopf. Die Website muss über HTTPS laufen.
- Die Prüfung Installation prüfen sagt dir genau, welcher Teil fehlt, du musst also nicht raten.
- Mit Segmenten erreichst du die richtigen Leute nach Aktivität, Gerät, Browser, Sprache, Zeitzone oder UTM-Quelle, statt alle auf einmal anzuschreiben.
- Eine Willkommensreihe und Automatisierungen laufen von allein. Kampagnen sind für Neuigkeiten, Aktionen und Wieder-verfügbar-Hinweise.
Was du aufbauen wirst
Am Ende der Lektion fragt deine Website Besucher um Erlaubnis, Benachrichtigungen zu senden, speichert jeden, der zustimmt, als Abonnenten, begrüßt neue Abonnenten mit einer kurzen Willkommensreihe und lässt dich deine erste Kampagne an ein ausgewähltes Segment schicken. Du weißt außerdem, wo du nachsiehst, ob die Benachrichtigungen die Leute zurückbringen.
Was du vor dem Start brauchst
- Zugang zur App „Web-Push-Benachrichtigungen“ in AI SMM (öffne Alle Apps; die Verfügbarkeit hängt von deinem Tarif ab).
- Eine Website mit HTTPS. Browser erlauben Push-Abos nur auf sicheren Websites.
- Eine Möglichkeit, eine Datei in das Stammverzeichnis deiner Domain hochzuladen (zum Beispiel über den Dateimanager deines Hostings oder per FTP) und Code in den Seitenkopf einzufügen. Wenn du die Website nicht selbst betreust, gib diese beiden Schritte an die Person weiter, die es tut.
- Ein quadratisches Icon, meist dein Logo, das neben jeder Benachrichtigung erscheint.
Schritt 1. Website verbinden
Öffne Alle Apps → Web-Push-Benachrichtigungen. Das Menü enthält Übersicht, Websites, Abonnenten, Segmente, Aktivität, Kampagnen, Vorlagen, Automatisierungen, Willkommen, RSS zu Push, Berichte und Einstellungen.
Gehe zu Websites und starte eine neue Verbindung. Der erste Bildschirm fragt nach:
- der Domain der Website, ohne https:// (zum Beispiel example.com);
- einem Standard-Icon aus deiner Dateibibliothek und optional einem Badge-Icon;
- optionalen UTM-Werten, damit du später siehst, welche Abonnenten und Kampagnen woher kamen.
Klicke auf Website erstellen. AI SMM speichert die Domain, erzeugt die Sicherheitsschlüssel, die Browser brauchen, um deine Benachrichtigungen zu akzeptieren, und legt eine Service-Worker-Datei für deine Website an.
Schritt 2. sw.js und Einbettungscode installieren
Auf der Seite der Website siehst du zwei Dinge, die auf deine Website gehören:
- sw.js herunterladen und die Datei in das Stammverzeichnis deiner Domain hochladen, sodass sie unter https://deine-domain/sw.js erreichbar ist. Sie muss auf derselben Domain liegen wie die Seiten, auf denen sich Leute anmelden, nicht in einem Unterordner.
- Den Einbettungscode kopieren und in den Kopfbereich deiner Seiten einfügen, vor dem schließenden Tag </head>.
Klicke danach auf Installation prüfen. Die Prüfung betrachtet vier Dinge getrennt: ob die Website antwortet, ob sw.js im Stammverzeichnis der Domain erreichbar ist, ob das Einbettungsskript im HTML der Seite gefunden wird und ob die Sicherheitsschlüssel vorhanden sind. Jede Zeile sagt dir in klaren Worten, was nicht stimmt, zum Beispiel „sw.js fehlt oder enthält keinen Push-Listener“. So behebst du genau diesen Teil und startest die Prüfung erneut.
Schritt 3. Die ersten Abonnenten gewinnen
Sobald die Prüfung bestanden ist, sehen Besucher die Berechtigungsabfrage des Browsers. Öffne deine eigene Website und melde dich zuerst selbst an: So testest du am einfachsten alles Weitere. Neue Abonnenten erscheinen unter Abonnenten, und Aktivität zeigt, was mit ihnen passiert.
Ein Tipp aus der Praxis: Leute stimmen eher zu, wenn sie verstehen, warum. Wenn du auf der Website ein Pop-up hast, kannst du den Nutzen dort erklären („Aktiviere Benachrichtigungen und erfahre als Erster, wenn etwas wieder verfügbar ist“), bevor der Browser fragt.
Schritt 4. Segment erstellen
Alles an alle zu schicken ist der schnellste Weg, dass Leute Benachrichtigungen blockieren. Gehe zu Segmente und klicke auf Segment erstellen. Du kannst kombinieren:
| Bedingung | Beispiel |
|---|---|
| Status des Abonnenten | Nur aktive |
| Letzte Aktivität | In den letzten 7, 30 oder 90 Tagen gesehen |
| Gerät, Browser, Betriebssystem | Nur mobile Besucher, für ein Angebot, das am Smartphone am besten funktioniert |
| Sprache, Zeitzone | Russischsprachige Abonnenten in einer Zeitzone |
| UTM-Quelle, -Medium, -Kampagne | Leute, die sich angemeldet haben, nachdem sie über den Link in deiner Instagram-Bio kamen |
Unter Erweiterte Bedingungen fügst du mit Bedingung hinzufügen weitere Zeilen hinzu. Alle müssen zutreffen. Die Empfängervorschau zeigt, wie viele echte Abonnenten gerade passen, sodass du die Größe der Zielgruppe siehst, bevor du etwas sendest.
Schritt 5. Willkommensreihe einrichten
Die erste Nachricht nach der Anmeldung prägt die Erwartungen, überlass sie also nicht dem Zufall. Öffne Willkommen und richte die Abfolge für deine Website ein. Eine Willkommensreihe kann bis zu fünf Schritte haben: Der erste darf bis zu 24 Stunden nach der Anmeldung warten, die folgenden können bis zu 30 Tage auseinanderliegen. Klicke auf Test senden, um sie selbst zu erhalten, und speichere dann die Einstellungen.
Eine einfache, wirksame Reihe: sofort ein Dankeschön mit einem nützlichen Link und drei Tage später eine zweite Nachricht mit deinem meistverkauften Produkt oder beliebtesten Artikel.
Schritt 6. Erste Kampagne senden
Gehe zu Kampagnen und erstelle eine Kampagne. Fülle Titel, Text und Klick-URL aus, also die Seite, die die Benachrichtigung öffnet. Wähle die Website und die Zielgruppe: alle aktiven Abonnenten oder das Segment, das du erstellt hast. Wenn dir die Worte fehlen, kann der KI-Kampagnenassistent Entwürfe zur Auswahl vorschlagen.
Nutze vor dem Senden Testbenachrichtigung, um sie auf deinem eigenen Bildschirm zu sehen. Dann sendest du sofort oder planst den Versand. Wenn du zwei Versionen vergleichen willst, teilt der A/B-Test für Kampagnen den Traffic auf Variante A und B auf und wählt den Gewinner nach Klickrate oder Konversionsrate.
Zwei Sicherheitsnetze findest du in den Einstellungen: ein Häufigkeitslimit (die maximale Zahl an Benachrichtigungen pro Abonnent in 24 Stunden) und Ruhezeiten, in denen automatische Nachrichten bis zum Morgen warten. Einmal eingestellt, schützen sie jeden künftigen Versand.
Ein Praxisbeispiel: ein kleiner Onlineshop
Angenommen, ein Shop für handgemachte Kerzen bekommt Traffic von Instagram und Pinterest, aber die meisten Besucher gehen, ohne zu kaufen.
- Willkommen: Schritt 1 sofort, „Danke fürs Abonnieren! Hier ist unsere Bestseller-Kollektion“; Schritt 2 nach drei Tagen, „Neue Düfte für den Herbst sind da“.
- Segment: „In den letzten 30 Tagen gesehen“ plus UTM-Quelle = instagram, für Leute, die über den Bio-Link kamen.
- Kampagne: „Wieder da: Die Zedernkerze war in einer Woche ausverkauft“ an die gesamte aktive Zielgruppe, mit der Klick-URL auf die Produktseite.
- RSS zu Push: der Blog-Feed des Shops, sodass jeder neue Pflegeratgeber ohne zusätzlichen Aufwand als Benachrichtigung rausgeht.
Weiter geht es: Automatisierungen und RSS
Automatisierungen ist ein visueller Baukasten für ausgelöste Abläufe. Ein Ablauf startet durch ein Abonnenten-Ereignis, einen manuellen Start oder ein eigenes Ereignis deiner Website, kann eine Zielgruppenbedingung prüfen, mit einer Verzögerung warten und eine Benachrichtigung auf Basis einer deiner Kampagnen senden. Mit KI generieren entwirft einen Ablauf für dich, Test führt einen Probelauf ohne Versand durch, Veröffentlichen schaltet ihn ein. Gesendet wird erst, wenn ein gültiger Ablauf veröffentlicht ist.
RSS zu Push beobachtet einen Feed, zum Beispiel deinen Blog, und macht aus neuen Einträgen automatisch Benachrichtigungen.
Häufige Fehler
- sw.js am falschen Ort. Sie muss im Stammverzeichnis derselben Domain erreichbar sein. Eine Kopie in /wp-content/ oder auf einer Subdomain besteht die Prüfung nicht.
- Jeden Tag an alle senden. Nutze Segmente und das Häufigkeitslimit. Wer zu viele Benachrichtigungen bekommt, blockiert sie dauerhaft.
- Eine Klick-URL auf die Startseite. Schick die Leute genau zu dem Produkt, Artikel oder Angebot, um das es in der Benachrichtigung geht.
- Keine Willkommensnachricht. In den ersten Tagen nach der Anmeldung ist das Interesse am größten. Nutze sie.
- Lange Texte. Eine Benachrichtigung ist eine oder zwei Zeilen. Die Details gehören auf die Seite, die sie öffnet.
So misst du das Ergebnis
Öffne Berichte und die Kampagnenanalysen. Behalte die Zustellung (gesendet, fehlgeschlagen, abgelaufen), Klicks und, falls du sie erfasst, Konversionen im Blick. Der Zustellstatus zeigt, ob Nachrichten ankommen, die Klicks zeigen, ob sie relevant sind. Viele Sendungen bei wenigen Klicks sind ein Signal, die Nachricht zu ändern oder das Segment enger zu fassen, statt mehr zu senden. Der Bereich Willkommen hat eine eigene Ansicht für Öffnungen, Klicks und Konversionen pro Schritt, sodass du siehst, auf welchen Schritt die Leute tatsächlich reagieren.
Um Klicks mit Verkäufen zu verbinden, richte Konversionsverfolgung auf deiner Bestellbestätigungsseite ein. Die Kampagnenanalysen zeigen dann Konversionen neben den Klicks.
Häufige Fragen
Müssen Abonnenten eine App installieren?
Nein. Web-Push funktioniert im Browser auf Desktop und Smartphone. Der Besucher klickt nur einmal auf „Zulassen“.
Warum schlägt die Installationsprüfung fehl, obwohl ich den Code eingefügt habe?
Meistens liegt sw.js nicht im Stammverzeichnis der Domain, oder der Einbettungscode steht auf einigen Seiten, aber nicht auf der geprüften. Die Prüfung nennt den fehlerhaften Teil. Behebe ihn und starte sie erneut.
Kann ich nur an einen Teil meiner Abonnenten senden?
Ja. Erstelle ein Segment nach Aktivität, Gerät, Browser, Sprache, Zeitzone oder UTM-Quelle und wähle es als Zielgruppe der Kampagne. Die Empfängervorschau zeigt die Anzahl, bevor du sendest.
Wie oft sollte ich senden?
Eine allgemeingültige Zahl gibt es nicht. Nach unserer Erfahrung halten ein bis zwei relevante Benachrichtigungen pro Woche die Leute besser im Abo als tägliche. Setze in den Einstellungen ein Häufigkeitslimit, damit niemand zu viele bekommt.
Nächste Lektion
Web-Push eignet sich am besten für kurze, zeitnahe Hinweise. Für längere Geschichten, Angebote und Newsletter geht es mit der E-Mail-Lektion weiter, in der du deinen eigenen Absender verbindest. Der Hilfeartikel E-Mail-Marketing, Pop-ups und Web-Push: erste Schritte gibt dir einen kurzen Überblick über alle drei Werkzeuge. Bereit zum Start? Öffne Web-Push in AI SMM und kombiniere es mit einem Pop-up, das erklärt, warum sich das Abonnieren lohnt. Veröffentlichst du Artikel mit dem SEO-Modul? Verbinde den Feed mit RSS zu Push, und jeder neue Artikel erreicht die Abonnenten von selbst.
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